proDUISBURG-Brief Dezember 2017

2018-07-31T18:24:24+00:0001. Dezember 2017|

Liebe proDUISBURGer,

zum Ende des Jahres wollen wir noch einmal Bericht erstatten, was sich in unserer bürgerschaftlichen Vereinigung so tut: Wir laden Sie ein zu einem Moment wider das Vergessen, schauen voraus auf das kommende Jahr und die Verleihung des Kaiser- münzenpreises und wir berichten über die Fortschritte bei der Neugestaltung des Umfelds am Loveparade-Mahnmal.

19. Dezember, 10 Uhr, auf dem Gehweg vor der Köhnenstraße 6
Verlegung der Stolpersteine für die jüdische Familie Jülich

Der Künstler Gunter Demnig hat das Kunstprojekt „Stolpersteine“ initiiert. Er erinnert an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing ins Trottoir einlässt. Inzwischen liegen STOLPERSTEINE in 1099 Orten Deutschlands und in zwanzig Ländern Europas. ‚Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist‘, zitiert Gunter Demnig den Talmud. Auf den Steinen steht geschrieben: HIER WOHNTE … Ein Stein. Ein Name. Ein Mensch. Auf Anregung unseres Mitglieds Otto Jülich, der inzwischen in Columbus/Ohio in den USA lebt, haben wir uns um die Verlegung solcher Stolpersteine gekümmert. Gunter Demnig wird am 19. Dezember um 10 Uhr auf diese Weise an die Eltern von Otto Jülich erinnern. Das Ehepaar Martha (geb. 1897) und Dr. Walter Jülich (geb. 1895) wurden im Juli 1939 von Nazis aus Duisburg vertrieben. In Amerika mussten die Jülichs mit ihren Kindern einen Neuanfang machen. In der „Geschichte der Duisburger Juden“ ist das Schicksal der Familie nachzulesen.

Wir danken Otto Jülich, der am 14. Dezember 90 Jahre alt wird, für die Idee, die Initiative und seine Spende. Dank ihm können wir dabei sein, wenn diese zwei Stolpersteine auf der Köhnenstraße 6, dort, wo früher sein Elternhaus stand, verlegt werden. Wir laden Sie herzlich dazu ein, durch Ihre Anwesenheit diesem Moment des Erinnerns und Mahnens einen würdigen Rahmen zu geben. Unser stellvertretender Vorsitzender Martin Zensen wird für proDUISBURG e.V. über die Familie sprechen.

Die Eckdaten:
Verlegung der Stolpersteine in Erinnerung an die Duisburger Familie Jülich

Termin:
Dienstag, 19.12., 10 Uhr

Ort:
Köhnenstraße 6, 47051 Duisburg-Innenstadt

Sonntag, 7. Januar 2018, im Ratssaal der Stadt Duisburg
Krohne erhält Duisburger Kaisermünzenpreis 2017

Die Einladung haben Sie bereits bekommen. Nun noch einmal die Nachricht, die wir Anfang Dezember an die Medien versandt haben:

Die bürgerschaftliche Vereinigung proDUISBURG e.V. verleiht den Duisburger Kaiser- münzenpreis 2017 an die Krohne Messtechnik GmbH. Die Ehrung erfolgt am Sonntag,
7. Januar 2018, um 11 Uhr, im Ratssaal des Duisburger Rathauses. Michael Rademacher-Dubbik, Geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens nimmt den Preis entgegen. Oberbürgermeister Sören Link spricht das Grußwort für die Stadt Duisburg. Die Laudatio
hält der Vorsitzende des 1910 gegründeten Vereins proDUISBURG e.V., Hermann Kewitz.

proDUISBURG e.V. würdigt mit der Auszeichnung die Verdienste des Unternehmens um das kulturelle und soziale Leben in der Stadt. Krohne Messtechnik fördert unter anderem die Duisburger Philharmoniker und ist Schirmherr der DRK-Operngala. Kunstsinn beweist das seit 1921 inhabergeführte Unternehmen von Weltruf auch an seinem Firmensitz. 2.500 Gemälde, Drucke und Plastiken im Haus sollen die Mitarbeiter inspirieren kreativ zu sein
und eigene Ideen zu entwickeln. Krohne Messtechnik interpretiert den Begriff Unter-nehmenskultur zudem auf soziale und zukunftsweisende Art: 2014 zeichnete das Duisburger Bündnis für Familie Krohne mit weltweit über 3.500 Mitarbeitern als familienfreundliches Unternehmen aus.

Hermann Kewitz, Vorsitzender von proDUISBURG e.V., sagte über die Entscheidung, den Kaisermünzenpreis 2017 an Krohne Messtechnik zu vergeben: „Als wir im Vorstand und Beirat die Liste der Nominierten besprochen haben, waren sich alle sehr schnell einig: Krohne und Geschäftsführer Michael Rademacher-Dubbik nehmen ihre Verantwortung für Duisburg wahr und engagieren sich in besonderer Weise für unsere Stadt. Das Unter- nehmen verdient, für dieses Engagement mit dem Kaisermünzenpreis ausgezeichnet zu werden. Es gab keine Diskussion, nur einhellige Zustimmung.“

proDUISBURG leistete Beitrag zu den vermittelnden Gesprächen
Neugestaltung des Containers am Loveparade-Mahnmal vorgenommen

Der Container am Mahnmal für die Loveparade-Opfer hat eine neue Gestaltung erhalten.
Die AbellioRailNRW GmbH hat, wie zugesagt, eine Bepflanzung direkt an der Fassade der Trafostation auf der Karl-Jarres-Straße vorgenommen. Darüber hinaus wurde das technische Bauwerk neu gestrichen und die Lücke zur Böschung geschlossen. Auf der Höhe des Mahnmals verstellen Hecken die Sicht auf den Übergabepunkt. proDUISBURG hatte an den 
vermittelnden Gesprächen teilgenommen und sich für eine einvernehmliche „grüne Lösung“ für die Gestaltung des Containers und des umliegenden Geländes eingesetzt.

Abellio hatte sich mit dem Künstler Gerhard Losemann sowie die Vertretern der Initiative Spendentrauermarsch und der Stadt Duisburg nach gemeinsamen Gesprächen im Rathaus über eine Umsetzung der Pläne verständigt.

In der Initiative Spendentrauer-Marsch arbeiten die bürgerschaftliche Vereinigung proDUISBURG e.V., der Steinhof Duisburg, der Lionsclub Rhenania und der Stadtsportbund Duisburg zusammen. Für Abellio nahm Philipp Liebermann, vom Bereich Kommunikation und Marketing, an den Gesprächen teil. Für die Stadt Duisburg hatte Birgit Nellen die Treffen im Rathaus geleitet. Gerhard Losemann, Gestalter des Mahnmals, hatte im Frühjahr die Gestaltung des Containers, der unter anderem durch Graffiti verunstaltet wurde, beklagt. Zudem wurde das Gelände durch Müll verunreinigt. Seine Initiative setzte die Umgestaltung in Gang.

Die Begrünung des Containers ist noch nicht abgeschlossen. Das bleibt der Natur überlassen. Im kommenden Frühjahr wird dann das Blattwerk die Fassade vollständig verkleiden. Gleiches gilt für die Hecke als Sichtschutz auf der Seite des Mahnmals. Auch sie muss erst anwachsen und Blätter treiben. Abellio entsprach ebenfalls dem Wunsch von Gerhard Losemann, die Lücke zwischen dem Gelände und dem Container zu schließen. Eine Gittertür wurde dort inzwischen angebracht.

Mit diesen guten Nachrichten wollen wir für heute diesen proDUISBURG-Brief beschließen. Was noch zu sagen ist: Wer noch keinen DUISBURG 2018-Kalender hat, weil es mit der Teilnahme an unserer adventlichen Feier nicht klappte, kann den zweiten Ausgabe-Termin, den 13. Dezember, um 17:30 Uhr in der VIP-Lounge der Mercatorhalle nutzen.

Ihnen allen wünschen wir eine besinnliche und stimmungsvolle Weihnachtszeit. Fürs neue Jahr wünschen wir Ihnen Glück, Gesundheit und damit nicht genug: Lebensfreude und Tatkraft mögen Sie durchs Jahr begleiten.

Herzliche Grüße

Hermann Kewitz
Vorsitzender proDUISBURG e.V.

Petra Schröder
Geschäftsführerin proDUISBURG e.V.